Auf der Donau nach Ungarn

Die meisten Aussiedler des 17. und 18. Jahrhunderts zogen den Wasserweg über die Donau dem Landweg nach Ungarn vor.

Die Donau - mit 2857 km der zweitlängste Fluss Europas

Trotz der Gefahren auf der Donau durch Klippen, Wirbel, Tiefen und Gegenströmungen. Als besonders gefährlich galten für die damalige Schiffahrt der Donaudurchbruch bei Kehlheim und der Strundengau bei Grein (Oberösterreich).

 

   

Der Donaudurchbruch bei Kehlheim

In dem gefürchteten Donaustrudel bei Grein starben allein im Frühjahr 1770 über 300 Menschen. Dennoch war der Wasserweg über die Donau sicherer zu befahren als die in mehrfacher Hinsicht unsicheren Landstraßen.

Mit der Ulmer Zille donauabwärts

Die Geschichte der Schifffahrt auf der Donau reicht bis in die Römerzeit zurück. Die Donau diente den Römern für Truppentransporte und für Gütertransporte zur Versorgung römischer Siedlungen.

Ulmer Kaufleute trieben im 12. Jahrhundert regen Handel mit Österreich, Sie hatten ein Handelsprivileg mit der Stadt Enns. Der Transport der Güter erfolget zur damaligen Zeit mit Flößen. Da der Floßbau riesige Mengen an Holz verschlang, veranlaßte der Ulmer Rat im Jahr 1570 auch Schiffe nach österreichischem Vorbild bauen zu lassen. Diese Ulmer Zillen (von den Ulmer Schiffsleuten damals Wiener Zillen genannt; der Spottname Ulmer Schachtel stammt erst aus dem Jahr 1830) waren einfach konstruierte Boote aus Lärchen-, Tannen- oder Fichtenholz mit flachem Boden, die zum Schutz wertvollerer Ladung und von Passagieren mit einem Hausaufbau auf dem Deck versehen waren.
 

 

   

Modell einer Ulmer Zille
Donauschwäbisches Zentralmusem

 

Nachbau einer Ulmer Zille
 

 

Mit der Ulmer Schachtel donauabwärts
Quelle: Stadtarchiv Ulm

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